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Labor und Diagnostik · Behandlungsratgeber

PCR-Test

Bedingungen der Probenentnahme beim PCR-Test, Einfluss des Zeitpunkts auf das Ergebnis und Beurteilung des Ergebnisses zusammen mit dem klinischen Befund.

Aktualisiert: · Allgemeine Information

PCR-Test: welches Vorgehen wird gewählt?

Die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) ist ein molekulares Verfahren, das das Erbmaterial eines Erregers vervielfältigt und direkt nachweist. Anders als Antikörpertests zeigt sie keine durchgemachte Infektion an, sondern das Vorhandensein des Erregers zum Zeitpunkt der Probenentnahme. Da Art und Zeitpunkt der Probenentnahme das Ergebnis beeinflussen können, werden Testindikation und Zeitpunkt ärztlich festgelegt. Das Ergebnis wird stets zusammen mit Beschwerden und Untersuchungsbefunden beurteilt, nie für sich allein.

    Bereiche der Beurteilung und Anwendung

    • Direkter Erregernachweis mit molekularer Methode
    • Korrekte Probenentnahme und Zeitpunkt
    • Beurteilung des Ergebnisses zusammen mit dem klinischen Befund

    Der Zeitpunkt kann das Ergebnis verändern

    Die PCR zeigt den Erreger zum Zeitpunkt der Probenentnahme. Bei einer zu früh entnommenen Probe kann der Erreger die Nachweisgrenze noch nicht erreicht haben; nach Abklingen der Beschwerden kann restliches Erbmaterial noch einige Zeit nachweisbar sein. Der Testzeitpunkt richtet sich deshalb nach dem Beschwerdebeginn und einer möglichen Expositionsgeschichte.

      Nicht dasselbe wie ein Antikörpertest

      Die PCR sucht den Erreger selbst, Antikörpertests messen dagegen die Immunantwort. Beide beantworten unterschiedliche Fragen und sind nicht austauschbar. Welcher Test geeignet ist, hängt davon ab, was untersucht wird und in welchem Stadium man sich befindet.

        Was wird beim Erstgespräch beurteilt?

        Besprochen werden Ihre Krankengeschichte, Ihre aktuellen Beschwerden, Ihre Medikamente und Ihre Bedürfnisse im Alltag. Vorhandene frühere Befunde können Sie mitbringen. Geeignete Optionen werden nach der ärztlichen Beurteilung gemeinsam erörtert.

          Ihre Fragen

          Patienteninformationen

          Schließt ein negatives Ergebnis eine Erkrankung sicher aus?

          Für sich allein nicht. Entnahmetechnik, Zeitpunkt und Entnahmeort können das Ergebnis beeinflussen. Bestehen die Beschwerden fort, kann die Ärztin oder der Arzt eine Wiederholung oder eine andere Untersuchung veranlassen.

          Wie lange dauert das Ergebnis?

          Das hängt vom untersuchten Panel und dem Arbeitsplan des Labors ab. Aktuelle Auskunft erhalten Sie bei der Terminvereinbarung in unserem Zentrum.

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