Rehabilitation für Erwachsene · Behandlungsratgeber
Gang- und Gleichgewichtsrehabilitation
Gang- und Gleichgewichtsrehabilitation: Bewegungsanalyse, Sturzrisiko, Auswahl von Hilfsmitteln und Schulung sicherer Bewegung im Alltag.
Aktualisiert: · Allgemeine Information

Gang- und Gleichgewichtsrehabilitation: welches Vorgehen wird gewählt?
Beschwerden im Bereich Gehen und Gleichgewicht können unterschiedliche Ursachen haben; zur Festlegung des geeigneten Vorgehens erfolgt zunächst eine ärztliche Beurteilung. Unser Zentrum verfügt über ein Ganganalyse- und Trainingslabor, in dem Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge, Fußkontaktzeit und Haltung untersucht werden; diese Analyse kann von der Sportleistung bis zur Verlaufskontrolle neurologischer Erkrankungen genutzt werden. Aquatherapie im Wasser nutzt den Auftrieb und kann Bewegungen, die an Land schwerfallen, sicherer machen.
Bereiche der Beurteilung und Anwendung
- Ganganalyse- und Trainingslabor
- Fußdruckmessung
- Gleichgewichts- und Schwindelrehabilitation (Korebalance, Biometrics E-link)
- Unterstützung durch Aquatherapie im Bewegungsbad
- Beurteilung von Plattfuß, Fersensporn und Zehenspitzengang
- Zuweisung zu Einlagen und Orthesen bei Belastungsstörungen
- Schulung korrekter Gehtechnik und Körperhaltung
Welche Aspekte des Gangbilds werden untersucht?
Neben Schrittlänge und Geschwindigkeit werden Drehen, Anhalten, das Überwinden von Hindernissen und das Gehen auf verschiedenen Untergründen beobachtet. Faktoren wie Schmerz, Muskelkraft, Sensibilität und Sehen werden gemeinsam betrachtet. Die Messergebnisse werden mit den tatsächlichen Schwierigkeiten zu Hause und außerhalb in Beziehung gesetzt.
Die Übungen werden an Alltagsziele angepasst
Ausgewählt werden Aufgaben wie die Stufe am Hauseingang, das Erreichen des Bades oder eine kurze Gehstrecke im Freien. Wird ein Hilfsmittel empfohlen, werden Höhe, Griff und Gebrauch geschult. Sturzanamnese und Beinahestürze werden im Verlauf besprochen; die Entscheidung, die Unterstützung zu reduzieren, beruht nicht allein darauf, dass sich die Person gut fühlt.
Was wird beim Erstgespräch beurteilt?
Besprochen werden Ihre Krankengeschichte, Ihre aktuellen Beschwerden, Ihre Medikamente und Ihre Bedürfnisse im Alltag. Vorhandene frühere Befunde können Sie mitbringen. Geeignete Optionen werden nach der ärztlichen Beurteilung gemeinsam erörtert.
Ihre Fragen
Patienteninformationen
Kommen Gleichgewichtsstörungen immer vom Innenohr?
Nein. Auch Nervensystem, muskuloskelettale Probleme, Sehvermögen und Medikamente können beteiligt sein. Die Ursachenabklärung geht der Programmwahl voraus.
Soll ich schwierige Gleichgewichtsübungen allein zu Hause machen?
Übungen mit Sturzrisiko können Aufsicht und sichere Unterstützung erfordern. Es sollte eindeutig geklärt werden, unter welchen Bedingungen das Heimprogramm durchzuführen ist.




























