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REHABILITATION FÜR ERWACHSENE · Gesundheitsratgeber

Rehabilitation nach Rückenmarksverletzung

Bewegung, Transfers und Fertigkeiten für ein selbstständiges Leben nach einer Rückenmarksverletzung: Hautschutz, Hilfsmittel und regelmäßige Nachsorge.

Aktualisiert: · Allgemeine Information

Was ist es, wie häufig ist es und wie entsteht es?

Eine Rückenmarksverletzung ist eine durch Trauma oder andere Ursachen bedingte Schädigung des Nervengewebes innerhalb der Wirbelsäule (Medulla spinalis); indem sie die Nervenleitung zwischen Gehirn und Gliedmaßen beeinträchtigt, kann sie zu Sensibilitätsverlust und teilweiser oder vollständiger Lähmung führen. Betroffen sind häufiger junge Männer. Zu den Hauptursachen zählen Verkehrsunfälle (36–48 %), Gewalt (5–29 %), Stürze (17–21 %) sowie Sport- und Freizeitaktivitäten (7–16 %); nach Daten aus der Türkei für das Jahr 2000 waren Verkehrsunfälle (48,8 %), Stürze (36,5 %) und Verletzungen durch scharfe oder spitze Gegenstände (3,3 %) führend. Eine Schädigung im Brust- oder Lendenbereich kann eine Schwäche beider Beine (Paraplegie), eine Schädigung im Halsbereich eine Schwäche von Armen und Beinen (Tetraplegie) verursachen.

    Vorgehen in der Akutphase

    Ziel der ersten Phase ist es, sekundäre Nervenschäden und Komplikationen zu verhindern; dazu können operative Stabilisierung oder Wirbelsäulenorthesen eingesetzt werden. Nach der medizinischen bzw. chirurgischen Stabilisierung ist eine frühe Rehabilitation entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die funktionelle Selbstständigkeit zu fördern.

      Rehabilitationsziele und das Team

      Das Rehabilitationsteam besteht aus einer Fachärztin oder einem Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, Physiotherapie, Pflege, Psychologie, Sozialdienst sowie Orthopädietechnik; zentrales Ziel ist die Förderung eines selbstständigen Lebens und der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören eine korrekte Lagerung zur Vermeidung von Gelenkkontrakturen und Druckgeschwüren, Blasen- und Darmmanagement, Spastikbehandlung mit Medikamenten und bei Bedarf Botulinumtoxin, Thromboseprophylaxe, Schulung von Sitz- und Standgleichgewicht sowie Transfers, Gangtraining mit Hilfsmitteln, Virtual-Reality- und robotische Gangsysteme sowie Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (Ankleiden, Rollstuhlnutzung).

        Warum ist die Verletzungshöhe wichtig?

        Die Höhe der Rückenmarksschädigung und ob sie vollständig oder inkomplett ist, beeinflusst die Bewegungen von Armen und Beinen sowie die Sensibilität. Die Rehabilitationsbeurteilung konzentriert sich nicht allein auf das Gehen; auch Sitzgleichgewicht, Transfers, Atmung und tägliche Selbstversorgung werden einbezogen. Blasen- und Darmmanagement wird gemeinsam mit den zuständigen Teams geplant.

          Förderung der Alltagsselbstständigkeit

          Die Auswahl des Rollstuhls, die Zugänglichkeit der Wohnung, Druckentlastung und die Schulung der Hautkontrolle können wichtige Bestandteile des Programms sein. In Bereichen mit fehlender Sensibilität kann eine Wunde unbemerkt bleiben. Der Hilfebedarf und der Bedarf an Hilfsmitteln werden regelmäßig überprüft; die Ziele werden gemeinsam mit den Lebensumständen und Vorlieben der Person festgelegt.

            Ihre Fragen

            Patienteninformationen

            Ist das Wiedererlangen des Gehens das einzige Ziel der Rehabilitation?

            Nein. Sichere Transfers, Selbstversorgung und soziale Teilhabe sind ebenso zentrale Ziele. Die Aussicht auf Gehen wird anhand der Merkmale der Verletzung beurteilt.

            Ist nach der Entlassung eine Nachsorge erforderlich?

            Ja. Haut, Gelenke, Passform der Hilfsmittel und Alltagsbedürfnisse können sich mit der Zeit ändern. Es sollte vorab festgelegt werden, an welches Team man sich bei neuen Problemen wendet.

            • SGK
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            • AXA Sigorta
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            • Acıbadem
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            • Ethica Sigorta
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